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Geschrieben von Anna / Maurizio (Klasse 10b)   
Freitag, 19. September 2008

Von Anna und Maurizio

Susana Morales Garcia arbeitet nach 8 Jahren Fabrikarbeit wieder im Büro und macht am Abend ein Studium als Psychotherapeutin

„Wenn ich bedenke, dass ich früher die Schule gehasst habe, und heute arbeite und studiere,ist es schon eigenartig“, schmunzelt Frau Morales. Sie hatte große Schwierigkeiten in den ersten Jahren bis sie zur Realschule kam und eine Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notargehilfin machte. „Ich fand die Schule früher immer sehr anstrengend und mein größter Traum war immer Tänzerin zu werden. Doch meine Familie hatte kein Geld für so eine Ausbildung. Ich fing dann also schon mit 16 Jahren an zu jobben. Als Telefonistin, Putzfrau, Kellnerin, Babysitting etc. und natürlich meine Ausbildung. Der Vorteil dabei war ich hatte überall fast schon reingeschnuppert“, erzählt sie gelassen. „Nachteil war, die Ausbildung litt und das war nicht gut“ ein Bedauern schleicht durch ihr Gesicht.
 

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Die Veränderung
Bevor Frau Morales ihre Ausbildung beenden konnte, wurde sie Mutter und brach die Ausbildung ab. Begann danach aber mit einem guten Abschluss ihre Ausbildung. „Ob es schwer war zu lernen, obwohl man noch andere Pflichten hat, gerade als Mutter? Natürlich. Aber ich hatte auf einmal Verantwortung. Und seitdem ging alles bergauf“, sie lächelt.

Nach der Ausbildung hatte Frau Morales mehrere Arbeitsstellen vom Arbeitsamt, Finanzamt, als Chefsekretärin bis Produktionsarbeiterin in einer Fabrik. „Warum ich so viele Arbeitsstellen hatte? In den meisten Betrieben gibt es nun mal Zeitverträge und im Moment ist es noch schlimmer. Ich habe immer Arbeit gefunden. Später war die Arbeit in der Fabrik war härter, ich bin ein Büromensch und die Arbeit hat mir einfach gefehlt. Ich hatte aber keine Schwierigkeiten wieder einen Job zu finden“, Frau Morales wirkt ruhig und gelassen.

Das Studium
Frau Morales arbeitet morgens von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr beim Rechtsanwalt als Sachbearbeiterin für Insolvenzverfahren und studiert zweimal am Abend den Beruf zur Psychotherapeutin. „Wieso mein Studium? Es ist nach der Tänzerin mein Traumberuf. Ich mag Menschen und Ihnen zu helfen. Sicherlich ist es anstrengend, da ich im Büro viel zu tun habe. Ich führe Gespräche mit Schuldnern, bearbeite deren Akten, telefoniere und bin wirklich 8 Stunden nur unter Stress, aber es erfüllt mich auch. Das Lernen ist sicherlich anstrengend, aber auch sehr interessant, ich brauche halt Stress“, sie grinst.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. Oktober 2008 )
 
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